3
Feb
2006

Der kleine Bär und die kleine graue Maus

Es war einmal ein kleiner Bär, der lebte auf einer Lichtung hinter einem wunderschönen, großen Wald. Jeden Morgen, nachdem er aufgestanden war, ging er seiner Arbeit nach. Er wusch sein Geschirr, schüttelte die Betten und wischte Staub. All das, was ein kleiner Bär eben so tut. Nach getaner Arbeit ging er in den Wald um Beeren zu sammeln, oder Holz zu hacken. Manchmal nahm er auch Honig aus einem Bienenstock mit. Die Bienen kannten ihn genau, und hatten schon immer etwas für ihn bereitgestellt. Jedes Tier, das im Wald lebte, mochte den Bären, denn er war immer für ein Plauderstündchen zu haben, und war auch immer sehr hilfsbereit.

Ja, der kleine Bär war überall willkommen. Aber wenn er abends nach Hause kam, war er gar nicht mehr so glücklich, wie er eigentlich sein wollte. Er war ja so allein, denn auf seiner Lichtung war es sehr einsam. Er wünschte sich so sehr einen Freund, der mit ihm spielen würde, oder mit dem er reden konnte. So vertrieb er seine Einsamkeit damit, abends den Sternen zu erzählen was er am Tage erlebt hat. Und an einem Abend klagte er den Sternen sein Leid, dass er sich so einsam fühlte. Das er sich einen Freund wünsche, der immer bei ihm sein würde.

In diesem Moment fiel eine Sternschnuppe von Himmel, und erleuchtete diesen in den schönsten Farben. Von dieser Pracht überwältigt, schlief der kleine Bär friedlich ein.

Am nächsten Morgen ging er wieder seiner Arbeit nach, und dann zum Beeren sammeln in den Wald. Als er an einem besonders schönen Strauch mit Himbeeren stand, und sein Körbchen mit den köstlichen roten Früchten füllte, hörte er plötzlich von weiter Ferne ein ganz leises, kaum hörbares Wimmern. Er folgte dem angsterfüllten Wimmern. Es wurde immer deutlicher. Und auf einmal vernahm der kleine Bär, dass jemand um Hilfe rief. Er konnte aber niemanden sehen. Also rief er: „Hallo, ist da jemand? Kann ich helfen?“ Und jetzt plötzlich hörte der Kleine Bär laut und deutlich: „ Ja, hier unten bin ich. Ich kann mich nicht selbst befreien, ein dicker Ast ist auf mich gefallen. Hier, ja genau hier unten, direkt vor dir.“ Der Bär schaute mit seinen großen schwarzen Knopfaugen auf den Waldboden. Dort lag doch tatsächlich eine kleine graue Maus, und war von einem Ast eingeklemmt. Ohne zu zögern hob der kleine Bär den Ast empor, und nahm die kleine graue Maus auf seine sanfte Bärentatze. „Vielen Dank lieber Bär, ich verdanke dir mein Leben. Ich wäre bestimmt verhungert, wenn du mich nicht gefunden hättest!“ bedankte sich die kleine graue Maus. Der Bär antwortete: „ Ach, das habe ich doch gerne getan.“ Die Maus erwiderte: „ Ich bin neu hier in diesem großen Wald, und kenne niemanden. Ich wollte mir gerade ein Mauseloch suchen, in dem ich wohnen kann.“ Der kleine Bär überlegte kurz, und sprach dann: „ Kleine graue Maus, ich wohne ganz allein auf der Lichtung hinter diesem Wald. Ich fühle mich dort immer so einsam. Möchtest du mein Freund sein, und bei mir wohnen? Ich wäre dann viel glücklicher, und du hättest ein zu Hause.“ Die kleine graue Maus antwortete erfreut: „Das wäre ja einfach prima! Gerne möchte ich dein Freund sein.“

Und so gingen der kleine Bär und die kleine graue Maus, die er in seiner Bärentatze trug, nach Hause. Sie lebten noch viele, viele glückliche Jahre auf der Lichtung hinter dem wunderschönen, großen Wald. Und abends erzählten sie ab nun an, immer zu zweit den Sternen was sie am Tage erlebt haben.

Und wenn du eine Sternschnuppe fallen siehst, kann es sein, das sich einer der Beiden etwas gewünscht hat. Und vielleicht geht ja auch dieser Wunsch in Erfüllung.

© KvE

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~~ Words about me ~~

Manchmal stell ich mir die Frage wie viele Seelen ich in mir beherbergt habe. - Es gibt die "normale" Version von mir (welche es auch immer sei *grübel*) - Die Nachdenkliche, in der ich ganz und gar versinken kann und dann von Melancholieschwaden umgeben bin. - Die Lustige und Kindische, in der ich sehr albern sein kann. *schäm* - Die Dämonische, in der ich fast zur Voodoopristerin werden könnte .... (wobei manchmal die Hexeigenschaften auch tatsächlich funktionieren, ob nun gewollt oder unbewusst) - Die Version wo mich jede Kleinigkeit auf die Palme bringt, und so schnell nichts wieder runter. - Die kreative Version, die nicht oft bei mir durchbricht. - Die Geduldige, in der mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt. - Die Gestresste, in der ich nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht, weil ich wieder mal alles in einem be- stimmten Zeitplan schaffen will. - Wobei wir dann bei der perfektionistischen Version wären, in der alles so sein muss wie ich das gerne hätte, und wehe wenn nicht .... - Die organisatorische Version, in der ich alles genau plane, und dann meist in die gestresste Version zurückfalle. - Die Experimentierfreudige, in der ich mich dann freue wie ein kleines Kind wenn es geklappt hat, oder aber schwarz ärger, da genau das Gegenteil eingetreten ist. - Die nervöse und aufgeregte Version, die schon bei Kleinigkeiten abrufbar ist. Nun gut, ich möchte das nun nicht weiter ausdehnen, es gibt bestimmt noch ein paar andere Ausführungen von mir. (Vielleicht ist es auch reiner Selbstschutz, da ich gerade merke das doch recht viele negative Eigenschaften dabei sind *schäm*)


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