Ich bin das Weinen
Wir kennen uns, du und ich. Ich war schon oft bei dir. Du magst mich nicht besonders, ich weiß.
Nie hast du mich eingeladen, mich wie einen wertvollen Gast willkommen geheißen. Nie fand ich bei dir spontan offene Arme. Ich musste dich immer überraschen, besonders laut oder durch die leise Hintertür anders hättest du mich nicht empfangen.
In anderen Teilen der Erde brauche ich nicht so verschämt aufzutreten, aber deine Kultur schätzt mich nicht besonders. Und auch gerade du hilfst mit, mich zu verdrängen, zu verbergen oder zu überspielen.
Ich bin das Weinen.
Warum hast du Angst vor mir? Warum kann ich nicht öfters bei dir sein? Ich tue dir nichts, im Gegenteil:
Ich schenke dir viel. Wenn ich bei dir bin, bist auch du näher bei dir selbst. Ich komme nämlich gar nicht von außen zu dir, sondern von tief innen. Ich sitze in dir wie auf dem Grund eines engen Brunnenschachts.
Und wenn ich zu fließen beginne, komme ich hoch mit der Qualität einer befreienden Quelle. Erstarrtes wird wieder weich und durchlässig.
Ich bin das Weinen
nur weil du mich so selten zulässt, hast du so wenig Übung mit mir.
Wir könnten Freunde sein. Wenn du mit mir vertrauter bist, brauchst du mich nicht länger zu fürchten. Dann komme ich auch nicht mehr mit großer Erschütterung zu dir, wie ein gebrochener Damm.
Als Freund will ich dann zu dir kommen.
Sanft und liebevoll werde ich in dir aufsteigen. Ich lasse dich den Ort fühlen, wo der Schmerz sitzt. Mit dem bin ich vertraut.
Ich stütze und stärke dich, damit du ihm gegenübertreten kannst. So wirst du nicht länger überfahren von mir, sondern sanft geleitet. Deine Augen lernen klarer schauen.
Ich habe eine heilende Wirkung.
Ich führe dich ganz nah an deine echten Empfindungen heran, dorthin, wo du intensiv liebst und dein Kostbarstes unter Verschluss hältst.
Ich schenke dir Klarsicht und Durchblick. Ich reinige den Weg, damit deine wesentlichen Kräfte den Weg ans Licht finden und zu wirken anfangen.
Du bist in guter Gesellschaft, wenn du mich zulässt.
Ich bin das Weinen.
Ich berühre in der Tiefe. Ich hole das Unsichtbare herauf. Und wer feinfühlig ist, wer die Wahrheit liebt, den erschüttere ich.
Dein Freund...
(Netzfund)
Nie hast du mich eingeladen, mich wie einen wertvollen Gast willkommen geheißen. Nie fand ich bei dir spontan offene Arme. Ich musste dich immer überraschen, besonders laut oder durch die leise Hintertür anders hättest du mich nicht empfangen.
In anderen Teilen der Erde brauche ich nicht so verschämt aufzutreten, aber deine Kultur schätzt mich nicht besonders. Und auch gerade du hilfst mit, mich zu verdrängen, zu verbergen oder zu überspielen.
Ich bin das Weinen.
Warum hast du Angst vor mir? Warum kann ich nicht öfters bei dir sein? Ich tue dir nichts, im Gegenteil:
Ich schenke dir viel. Wenn ich bei dir bin, bist auch du näher bei dir selbst. Ich komme nämlich gar nicht von außen zu dir, sondern von tief innen. Ich sitze in dir wie auf dem Grund eines engen Brunnenschachts.
Und wenn ich zu fließen beginne, komme ich hoch mit der Qualität einer befreienden Quelle. Erstarrtes wird wieder weich und durchlässig.
Ich bin das Weinen
nur weil du mich so selten zulässt, hast du so wenig Übung mit mir.
Wir könnten Freunde sein. Wenn du mit mir vertrauter bist, brauchst du mich nicht länger zu fürchten. Dann komme ich auch nicht mehr mit großer Erschütterung zu dir, wie ein gebrochener Damm.
Als Freund will ich dann zu dir kommen.
Sanft und liebevoll werde ich in dir aufsteigen. Ich lasse dich den Ort fühlen, wo der Schmerz sitzt. Mit dem bin ich vertraut.
Ich stütze und stärke dich, damit du ihm gegenübertreten kannst. So wirst du nicht länger überfahren von mir, sondern sanft geleitet. Deine Augen lernen klarer schauen.
Ich habe eine heilende Wirkung.
Ich führe dich ganz nah an deine echten Empfindungen heran, dorthin, wo du intensiv liebst und dein Kostbarstes unter Verschluss hältst.
Ich schenke dir Klarsicht und Durchblick. Ich reinige den Weg, damit deine wesentlichen Kräfte den Weg ans Licht finden und zu wirken anfangen.
Du bist in guter Gesellschaft, wenn du mich zulässt.
Ich bin das Weinen.
Ich berühre in der Tiefe. Ich hole das Unsichtbare herauf. Und wer feinfühlig ist, wer die Wahrheit liebt, den erschüttere ich.
Dein Freund...
(Netzfund)
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