~ Stories ~

3
Jan
2007

Hitze (II)

Nachdem ich wieder runter kam schweifte mein Blick auf die Uhr. Oje, schon so spät, jetzt aber schnell! Ach ich hasse diesen Stress! Was sollte ich nur anziehen? Ich entschied mich für eine Bluse, die im richtigen Lichteinfall recht gute Einblicke gewährleistet, dazu einen meiner Lieblingsröcke, Unterwäsche ... ach, wer braucht bei dieser Hitze schon einen Slip.
Auf ging's zum Date, wild entschlossen ihm eine heiße Nacht zu entlocken.

Du hattest mich schon sehnsüchtig erwartet. Nach der Begrüßung genehmigten wir uns erstmal ein Glas Prosecco. Wir plauderten über das Tagesgeschehen und ärgerten uns über unsere Chefs. Mir fiel auf, dass du deine Blicke nicht von mir und meiner Bluse wenden konntest. "Sag mal, hab ich da irgendwo einen Fleck?" fragte ich dich neckisch, an mir herunter sehend. Völlig perplex antwortetest du: "Äh, nein, wieso?" "Na, wenn dich das schon aus der Fassung bringt, dann sollte ich dir wohl liebe nicht sagen, dass ich heute unten ohne bin!" fügte ich teuflisch hinzu. Hach, dein Blick war göttlich, echt Filmreif. Nun, das Essen fiel dann etwas kurz aus. Zum Einen: hatten wir nicht wirklich Hunger, zum anderen: waren wir scharf aufeinander. So bezahlten wir bald und begaben uns auf den Heimweg.

Je später der Abend, desto schwüler wurde es. Zuhause angekommen waren wir eins mit unserer Kleidung. Sie klebte an uns wie eine zweite Haut. Ich wollte nur noch eins: Duschen! Als ob du meine Gedanken lesen könntest zogst du mich ins Bad. Wir befreiten uns von unseren feuchten Klamotten und stiegen in die Dusche, die, gottlob, recht großzügig geschnitten ist. Als der Wasserstrahl meine Haut traf glaubte ich ein zischen zu hören, so heiß war mir, so heiß war ich. Deine Hände brannten auf mir, wanderten über meinen Körper. Ich nahm etwas Duschlotion und begann dich damit einzuseifen. Sanft massierte ich über jeden Zentimeter deines Körpers. Dein bestes Stück bekam natürlich eine besondere Behandlung. Du hast es genossen wie er mir durch die Hände glitt. Plötzlich eine abrupte Bewegung, du hattest mich umgedreht. Ich spürte deine Erregung, wie sie zart an mein Lustzentrum anklopfte. Deine Hand tastete sich von vorne heran, traf ohne Umwege meine Perle und liebkoste sie. Ich hielt es kaum noch aus, ich wollte dich, wollte dich endlich spüren. Und wieder kamen deine Gedankenleserkünste zum Vorschein. Mit einem harten Stoß warst du in mir. Ach, es fühlte sich so gut an. Wir fanden schnell einen gemeinsamen Rhythmus der uns alles um uns herum vergessen ließ. Deine Hand spielte immer noch mit meiner Perle, und ich wurde fast verrückt vor Lust. Deine Stöße wurden schneller, heftiger, dein Atem wurde schwerer, ich passte mich ihm an. Ich spürte wie sich eine Welle in meinem Körper aufbaute, sie war kurz davor zu brechen. Und dann war es soweit, es durchzuckte meinen Körper, die Muskeln schlossen sich rhythmisch um deinen Schwanz. Es war eine nicht enden wollende Welle, auf der ich davon ritt. Zwei Stöße später warst auch du soweit, und folgtest mir auf dem Wellenritt. Völlig außer Atem drehte ich mich wieder zu dir um, und wir hielten uns eine Ewigkeit umschlungen, genossen das Wasser, das uns langsam versuchte wieder abzukühlen ...

Ich werde plötzlich aus meinen Gedanken gerissen. Die Haustür öffnet sich und du stehst vor mir. "Was ist los mit dir? Du siehst so aus, als ob du eben gerade ganz weit weg warst."
Plötzlich ist mir unter der Decke so schrecklich heiß.
"Ja, in der Tat, das war ich. Weißt du was? Lass uns duschen gehen!" antworte ich dir.

© KvE

2
Jan
2007

Hitze

Draußen ist es eisig kalt, Schnee fällt leise herab. Aber es kann in der Welt noch so kalt sein, ich habe mich auf der Couch schön warm in meine Lieblingsdecke eingemummelt, heißer Tee steht bereit, und ich habe meine Gedanken, meine Erinnerungen. Ich sitze einfach nur da, allein, und meine Gedanken lassen das Jahr Revue passieren. Ach was alles passiert ist ... im Job ... Privat ... auf der Welt ...
Hm, Privat, ja eine ganze Menge, und daran bist du nicht ganz unschuldig. Ich lächel in mich hinein. Was hatten wir doch schöne Zusammenkünfte. An eine erinnere ich mich ganz besonders:

Es war ein heißer Sommertag. Das letzte Jahr hatte ja nicht unbedingt einen so heißen Sommer parat, aber dieser Tag war ungewöhnlich heiß, was vielleicht auch mit dem Erlebten zusammen hängt. Schon morgens brannte die Sonne unbarmherzig. Mein erster Gang war Richtung Bad. Eine schöne kalte Dusche, ja das war es was ich brauchte. Ich erschauderte als der kalte Wasserstrahl meine Haut berührte. Aber nur kurz, dann genoss ich das kühle Nass, wie es an mir herab lief, mich massierte, meine Brüste stimulierte. Und da war sie wieder: die Erinnerung an den Traum den ich letzte Nacht hatte. Ein heißer Traum ...
Und plötzlich war mir so, als ob das Wasser gar nicht mehr kalt wäre, es lief an mir heiß herunter. Ach verdammt, ich hatte doch gar nicht die Zeit mich jetzt meiner Lust hinzugeben, mein Chef würde mir das nicht so einfach verzeihen, wenn ich schon wieder zu spät käme. Also Gedanken ausblenden, Wasser ausstellen, mich von der heißen Luft trocknen lassen, ab in die Klamotten, und auf zur Arbeit.
Um die Mittagszeit bekam ich eine SMS von dir. Du wolltest dich mit mir abends in einem Restaurant treffen. Oh Gott, muss das sein, dachte ich mir. Bei dieser Schwüle auch noch draußen herumtreiben? Na gut, ich wollte dir auch nicht vor den Kopf stoßen, und wer weiß was der Abend noch so bringt ...

Also begab ich mich abends wieder unter die kalte Dusche. Oh es war wie ein Déjà vu, nur mit einer kleinen Änderung: Diesmal hatte ich noch genügend Zeit. Das Wasser auf der Haut war herrlich, und wieder jagte es mir einen Schauer über den Rücken. Ich stellte mir den Strahl etwas fester ein. Ein Hoch auf die neuen Massagebrauseköpfe! Ich ließ mich vom Hals abwärts an massieren, über meine Brüste hinweg, die sofort auf diesen leichten Druck reagierten, weiter hinunter bis zu meinem Lustzentrum. Oh war das gut, genau die richtige Stärke. Ich nahm die freie Hand zur Hilfe, und spürte die Hitze zwischen meinen Schenkeln. Es dauerte nicht lange und ich war auf
Wolke 7.

to be continued ...

© KvE

26
Mrz
2006

Ich bin das Weinen

Wir kennen uns, du und ich. Ich war schon oft bei dir. Du magst mich nicht besonders, ich weiß.

Nie hast du mich eingeladen, mich wie einen wertvollen Gast willkommen geheißen. Nie fand ich bei dir spontan offene Arme. Ich musste dich immer überraschen, besonders laut oder durch die leise Hintertür anders hättest du mich nicht empfangen.

In anderen Teilen der Erde brauche ich nicht so verschämt aufzutreten, aber deine Kultur schätzt mich nicht besonders. Und auch gerade du hilfst mit, mich zu verdrängen, zu verbergen oder zu überspielen.

Ich bin das Weinen.
Warum hast du Angst vor mir? Warum kann ich nicht öfters bei dir sein? Ich tue dir nichts, im Gegenteil:

Ich schenke dir viel. Wenn ich bei dir bin, bist auch du näher bei dir selbst. Ich komme nämlich gar nicht von außen zu dir, sondern von tief innen. Ich sitze in dir wie auf dem Grund eines engen Brunnenschachts.

Und wenn ich zu fließen beginne, komme ich hoch mit der Qualität einer befreienden Quelle. Erstarrtes wird wieder weich und durchlässig.

Ich bin das Weinen
nur weil du mich so selten zulässt, hast du so wenig Übung mit mir.

Wir könnten Freunde sein. Wenn du mit mir vertrauter bist, brauchst du mich nicht länger zu fürchten. Dann komme ich auch nicht mehr mit großer Erschütterung zu dir, wie ein gebrochener Damm.

Als Freund will ich dann zu dir kommen.
Sanft und liebevoll werde ich in dir aufsteigen. Ich lasse dich den Ort fühlen, wo der Schmerz sitzt. Mit dem bin ich vertraut.

Ich stütze und stärke dich, damit du ihm gegenübertreten kannst. So wirst du nicht länger überfahren von mir, sondern sanft geleitet. Deine Augen lernen klarer schauen.

Ich habe eine heilende Wirkung.
Ich führe dich ganz nah an deine echten Empfindungen heran, dorthin, wo du intensiv liebst und dein Kostbarstes unter Verschluss hältst.

Ich schenke dir Klarsicht und Durchblick. Ich reinige den Weg, damit deine wesentlichen Kräfte den Weg ans Licht finden und zu wirken anfangen.

Du bist in guter Gesellschaft, wenn du mich zulässt.

Ich bin das Weinen.
Ich berühre in der Tiefe. Ich hole das Unsichtbare herauf. Und wer feinfühlig ist, wer die Wahrheit liebt, den erschüttere ich.
Dein Freund...

(Netzfund)

25
Mrz
2006

Eine kleine (oder größere) Geschichte

Hier habe ich eine Geschichte aus dem Netz. Sie ist recht lang, deshalb hänge ich sie als Dokument an. Lesen lohnt sich! Es regt zum nachdenken an!

~~ Plastikschmuser (doc, 26 KB) ~~

Viel Spaß

3
Mrz
2006

Sehnsucht (Teil III)

Sie schlang die Bettdecke fest um ihren fröstelnden Körper, und versank in sehnsüchtige Träume. Träume, in denen er bei ihr war. Träume, in denen sie sich seiner Leidenschaft hingab. Träume, in denen sie ihr Verlangen auslebte.
Sie wirkten so real. Sie hatte das Gefühl das er wirklich bei ihr war. Sie spürte seine Liebkosungen, seine Zärtlichkeiten. Die Gänsehaut, die er ihr über den ganzen Körper jagte mit seinen Berührungen. Das wohlige Prickeln das er auslöste, wenn er über ihre Haut strich.

Einen Moment lang überlegte sie ob es wirklich so ist. Sollte sie die Augen öffnen? ... Es war so ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Was wäre, wenn sie tatsächlich nur träumte, wenn sie dadurch ihrer Illusionen beraubt würde? Zögern ... und dann entschloss sie sich der Realität ins Auge zu blicken.
Sie öffnete ganz langsam und bedacht ihre Augen, kaum fähig diese vor Müdigkeit offen zu halten. Sie blinzelte, und konnte es kaum glauben. Spielte ihre Phantasie ihr einen üblen Streich? Nein, ER war wirklich da, sie hatte es nicht geträumt! Sie blickte in sein, voll von Liebe erfülltes Gesicht. Von Müdigkeit war nun keine Spur mehr zu merken.

"Was ist passiert, wieso bist du hier?" fragte sie ungläubig. Er legte ihr einen Finger auf die Lippen: "Pscht, nicht sprechen. Ich hatte einfach Sehnsucht nach dir, wollte dich überraschen."
Ja diese Überraschung ist ihm gelungen, mehr als gelungen! Wieder fragte sie sich, ob er ihre Gedanken lesen konnte. Aber weiter kam sie nicht ... Diese Nacht gehörte nur ihnen ... Zwei Liebenden, die die Sehnsucht für heute zusammengeführt hat. In dieser Nacht ist alles möglich ... In dieser Nacht sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt ...

The End

© KvE

2
Mrz
2006

Sehnsucht (Teil II)

Sie schaltete den Pc an, es schien als dauerte es eine Ewigkeit bis er gebootet hatte. Voller Ungeduld rief sie ihre Mails ab. Es waren eine Menge ... doch bei der Durchsicht viel ihr auf, dass keine von IHM dabei war. Wie konnte das sein? Hatte er sie vergessen? Hatte er so viel Arbeit, das er es nicht schaffte? Nein, auch im größten Trubel schaffte er es immer ihr wenigstens einen kleinen Gruß zu senden. Was war geschehen? Ungläubig rief sie noch einmal ihre Konten ab. Nichts ...
Was sollte sie nun tun? Sollte sie weiter vor der Kiste sitzen und auf eine Antwort von ihm warten, und ins grübeln geraten? Nein! Das hatte sie heute nicht verdient. Das Telefon: Ja natürlich, sie würde ihn anrufen. Hastig wählte sie seine Nummer ... "Der Teilnehmer ist zur Zeit nicht erreichbar" Sie schüttelte den Kopf. Konnte das denn sein? Keine Mail, Telefon ausgeschaltet ... Was war passiert, was war mit ihm los?

Wie sie es auch hin und her drehte, sie konnte ihn nicht erreichen, und sie wollte sich auch nicht die Nacht mit irrigen Vorstellungen um die Ohren schlagen, dazu musste sie morgens viel zu früh raus. Also begab sie sich sehr betrübt, mit einem bitteren Beigeschmack von Eifersucht und Sehnsucht, ins Bett.

Oh wie kalt es doch hier war ... hier im King-Size-Bett ... so ganz allein. Wie sehr wünschte sie sich, dass er neben ihr lag. Das sie seine Wärme spüren könnte, seine Arme um sie schlang und sie ganz fest hielt. Seine Arme, die so viel Stärke, Männlichkeit und zugleich auch Geborgenheit und Schutz symbolisierten. Die Hände, die so kraftvoll und gleichzeitig zärtlich waren, wie sie über ihren Rücken streichen. Was würde sie nicht alles dafür geben, wenn sie seinen Atem an ihrer Haut spüren könnte. Wenn sie sich seinen Lippen, die so sanft küssten, hingeben könnte. Ach ja, ... süßes Verlangen ...

Fortsetzung folgt ...

© KvE

28
Feb
2006

Sehnsucht (Teil I)

Es war ein harter Tag ... Ein Tag zum vergessen. Sie wollte sich nur noch entspannen. Am besten bei einem Glas Wein und einem schnellen, aber dennoch schmackhaften Essen. Vielleicht würde sie sich auch ein schönes, heißes Bad gönnen. Aber zuerst musste sie zu Hause ankommen. Die S-Bahn war abends um diese Zeit hoffnungslos überfüllt. Das war ja nichts neues, aber besonders heute machte es ihr zu schaffen. Diese vielen Menschen, die alle nach Hause wollten, oder noch schnell etwas einkauften, und dann zu ihren Lieben eilten.

Wie gerne würde sie auch von jemandem erwartet werden, gerade an solch einem Tag, an dem scheinbar nichts klappen sollte. Aber es war niemand da. Er war mal wieder auf einer seiner langen Geschäftsreisen. Am Anfang machte es ihr weniger aus die Abende allein zu verbringen. Doch mit der Zeit fühlte sie sich zunehmend einsamer. Die Wohnung wirkte so leer, und unendlich groß, obwohl sie mit ihren 60m² recht überschaubar war.

Sie schloss die Tür hinter sich, warf ihren Mantel achtlos auf den Sessel der neben ihr stand. Einfach nur versuchen den Kopf frei zu bekommen, den Stress der Arbeit für einen Moment vergessen ... ja das wollte sie ... aber es gelang nicht. Immer wieder musste sie an IHN denken. Was er wohl gerade tat, ob er auch gerade in diesem Moment an sie dachte?
Sie beschloss auf das Essen zu verzichten, und sich stattdessen mit einem Glas Wein an den Computer zu setzen. Bestimmt hatte er ihr eine e-Mail geschickt. Dies war eine der kleinen Gesten die sie so an ihm liebte. Botschaften, in denen er ihr seine Liebe versicherte; sagte wie sehr er sie vermisst, und wie gerne er bei ihr wäre.

Fortsetzung folgt ...

© KvE

3
Feb
2006

Der kleine Bär und die kleine graue Maus

Es war einmal ein kleiner Bär, der lebte auf einer Lichtung hinter einem wunderschönen, großen Wald. Jeden Morgen, nachdem er aufgestanden war, ging er seiner Arbeit nach. Er wusch sein Geschirr, schüttelte die Betten und wischte Staub. All das, was ein kleiner Bär eben so tut. Nach getaner Arbeit ging er in den Wald um Beeren zu sammeln, oder Holz zu hacken. Manchmal nahm er auch Honig aus einem Bienenstock mit. Die Bienen kannten ihn genau, und hatten schon immer etwas für ihn bereitgestellt. Jedes Tier, das im Wald lebte, mochte den Bären, denn er war immer für ein Plauderstündchen zu haben, und war auch immer sehr hilfsbereit.

Ja, der kleine Bär war überall willkommen. Aber wenn er abends nach Hause kam, war er gar nicht mehr so glücklich, wie er eigentlich sein wollte. Er war ja so allein, denn auf seiner Lichtung war es sehr einsam. Er wünschte sich so sehr einen Freund, der mit ihm spielen würde, oder mit dem er reden konnte. So vertrieb er seine Einsamkeit damit, abends den Sternen zu erzählen was er am Tage erlebt hat. Und an einem Abend klagte er den Sternen sein Leid, dass er sich so einsam fühlte. Das er sich einen Freund wünsche, der immer bei ihm sein würde.

In diesem Moment fiel eine Sternschnuppe von Himmel, und erleuchtete diesen in den schönsten Farben. Von dieser Pracht überwältigt, schlief der kleine Bär friedlich ein.

Am nächsten Morgen ging er wieder seiner Arbeit nach, und dann zum Beeren sammeln in den Wald. Als er an einem besonders schönen Strauch mit Himbeeren stand, und sein Körbchen mit den köstlichen roten Früchten füllte, hörte er plötzlich von weiter Ferne ein ganz leises, kaum hörbares Wimmern. Er folgte dem angsterfüllten Wimmern. Es wurde immer deutlicher. Und auf einmal vernahm der kleine Bär, dass jemand um Hilfe rief. Er konnte aber niemanden sehen. Also rief er: „Hallo, ist da jemand? Kann ich helfen?“ Und jetzt plötzlich hörte der Kleine Bär laut und deutlich: „ Ja, hier unten bin ich. Ich kann mich nicht selbst befreien, ein dicker Ast ist auf mich gefallen. Hier, ja genau hier unten, direkt vor dir.“ Der Bär schaute mit seinen großen schwarzen Knopfaugen auf den Waldboden. Dort lag doch tatsächlich eine kleine graue Maus, und war von einem Ast eingeklemmt. Ohne zu zögern hob der kleine Bär den Ast empor, und nahm die kleine graue Maus auf seine sanfte Bärentatze. „Vielen Dank lieber Bär, ich verdanke dir mein Leben. Ich wäre bestimmt verhungert, wenn du mich nicht gefunden hättest!“ bedankte sich die kleine graue Maus. Der Bär antwortete: „ Ach, das habe ich doch gerne getan.“ Die Maus erwiderte: „ Ich bin neu hier in diesem großen Wald, und kenne niemanden. Ich wollte mir gerade ein Mauseloch suchen, in dem ich wohnen kann.“ Der kleine Bär überlegte kurz, und sprach dann: „ Kleine graue Maus, ich wohne ganz allein auf der Lichtung hinter diesem Wald. Ich fühle mich dort immer so einsam. Möchtest du mein Freund sein, und bei mir wohnen? Ich wäre dann viel glücklicher, und du hättest ein zu Hause.“ Die kleine graue Maus antwortete erfreut: „Das wäre ja einfach prima! Gerne möchte ich dein Freund sein.“

Und so gingen der kleine Bär und die kleine graue Maus, die er in seiner Bärentatze trug, nach Hause. Sie lebten noch viele, viele glückliche Jahre auf der Lichtung hinter dem wunderschönen, großen Wald. Und abends erzählten sie ab nun an, immer zu zweit den Sternen was sie am Tage erlebt haben.

Und wenn du eine Sternschnuppe fallen siehst, kann es sein, das sich einer der Beiden etwas gewünscht hat. Und vielleicht geht ja auch dieser Wunsch in Erfüllung.

© KvE

25
Jan
2006

Wir beide (Oldblog Sep. 05)

Ich laufe durch den Park. Sehe den See ruhig vor mir liegen. Die einzige Bewegung die er in sich trägt, sind die seichten Wellen, die die Enten durch ihr lautloses dahindümpeln entstehen lassen. Die Sonnenstrahlen brechen sich in den sanften Wogen, und lassen das Licht in den schönsten Farben schimmern. Die im Hintergrund stehende Burgruine spiegelt sich in dem Wasser. Und fasst scheint es so, als ob sie sich mit den Wellen hin und her wiegen würde.
Ich setze mich auf eine Bank, die mir den uneingeschränkten Blick auf den See darbietet; lasse mich von dem Zauber des Lichtspiels einfangen, um mich dann meinen süßen und bitteren Erinnerungen und Zukunftsvisionen hinzugeben.

Die schönsten Gedanken dich ich habe, sind wahrlich die Gedanken an dich! Die Zeit die wir miteinander schon verbringen durften war unbeschreiblich schön. Die Nervosität die uns beide gefangen hielt, an unserem ersten Treffen, verflog rasch. Wir sind uns so unheimlich nahe, als ob wir uns schon eine Ewigkeit kennen würden. Es folgten Tage erfüllt von Liebe, Geborgenheit, Sehnsucht, Sicherheit und Verlangen. Deine Augen, deren Blicke ich so liebe; deine Umarmungen, deren Zärtlichkeit ich mich hingebe; deine Küsse, die mich dahinschmelzen lassen...... In deiner Nähe fühle ich mich so sicher, als ob ein Schutzschild der Liebe mich umgibt und alles Böse abprallen lässt.

Doch leider ging die kurze Zeit, die wir hatten, wahnsinnig schnell vorbei. Ich musste wieder zurück in meine Welt. Der Abschied war so schrecklich schwer für uns, obwohl ich genau wusste, dass Alles gut werden würde. Das es nur ein Abschied auf Zeit sein würde. Aber erklär das mal einem liebeskranken Herzen, das fast vor Sehnsucht zerspringt. Da ist jeder Tag, jede Stunde, jede Minute ohne den Anderen eine unbändige Qual.

Diese Qual hat nun bald ein Ende. Nur noch ein paar Tage, und unsere Herzen und Seelen müssen nicht mehr leiden.

So in Gedanken vertieft, bemerke ich gar nicht das es zu regnen angefangen hat. Die Tropfen tanzen auf dem See und versetzen ihn in Schwingung; mein Herz hüpft im Takt mit. Der Regen ist lauwarm, aber selbst wenn es ein kalter Herbstschauer wäre, würde er mich nicht frieren lassen, da die Gedanken an dich mich unentwegt wärmen.

© KvE
logo

Königin von Eschnapur

KvE - versteht nicht jeder. Ist auch besser so!

~~ Words about me ~~

Manchmal stell ich mir die Frage wie viele Seelen ich in mir beherbergt habe. - Es gibt die "normale" Version von mir (welche es auch immer sei *grübel*) - Die Nachdenkliche, in der ich ganz und gar versinken kann und dann von Melancholieschwaden umgeben bin. - Die Lustige und Kindische, in der ich sehr albern sein kann. *schäm* - Die Dämonische, in der ich fast zur Voodoopristerin werden könnte .... (wobei manchmal die Hexeigenschaften auch tatsächlich funktionieren, ob nun gewollt oder unbewusst) - Die Version wo mich jede Kleinigkeit auf die Palme bringt, und so schnell nichts wieder runter. - Die kreative Version, die nicht oft bei mir durchbricht. - Die Geduldige, in der mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt. - Die Gestresste, in der ich nicht mehr weiß wo mir der Kopf steht, weil ich wieder mal alles in einem be- stimmten Zeitplan schaffen will. - Wobei wir dann bei der perfektionistischen Version wären, in der alles so sein muss wie ich das gerne hätte, und wehe wenn nicht .... - Die organisatorische Version, in der ich alles genau plane, und dann meist in die gestresste Version zurückfalle. - Die Experimentierfreudige, in der ich mich dann freue wie ein kleines Kind wenn es geklappt hat, oder aber schwarz ärger, da genau das Gegenteil eingetreten ist. - Die nervöse und aufgeregte Version, die schon bei Kleinigkeiten abrufbar ist. Nun gut, ich möchte das nun nicht weiter ausdehnen, es gibt bestimmt noch ein paar andere Ausführungen von mir. (Vielleicht ist es auch reiner Selbstschutz, da ich gerade merke das doch recht viele negative Eigenschaften dabei sind *schäm*)


~~ Statistica ~~

~~ Weathergirl ~~




Weather data provided by weather.com

~~ Search ~~

 


xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

~ Die 13 ~
~ Emotions ~
~ Er & Sie ~ Sie & Er ~
~ Funny ~
~ KvE at work ~
~ Music ~
~ My Lyrics ~
~ Other Lyrics ~
~ Podcast ~
~ Questions ~
~ Song Lyrics ~
~ Stories ~
~ What's happen these days ~
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren